Wir sind unsere Gewohnheiten

Unser Leben wird von Gewohnheiten bestimmt, von denen viele vollständig automatisiert sind. Wenn nicht, wäre es ein sehr großer Energieaufwand, über alles nachzudenken, was wir tun. Wenn man zum Beispiel das Autofahren lernt, denkt man zuerst über jedes Detail nach. Nach einiger Zeit aber, muss man über die Details nicht mehr nachdenken. Man kann sich auf die wichtigen Dinge konzentrieren. Und so fahren wir viele Male mit dem Autopiloten die Autobahn des Lebens entlang. Jede Maßnahme, die wir ergreifen, hat jedoch große Auswirkungen auf unser Leben. Vor allem, wenn es etwas beständiges, etwas kontinuierliches ist. Es ist so wichtig, dass wir uns das was wir tun bewusst machen, dass wir von Zeit zu Zeit eine Bestandsaufnahme unserer Gewohnheiten machen. Nur so können wir sehen was uns wirklich hilft und was nicht. Denk darüber nach welche Routinen du korrigieren und gegen andere austauschen willst.

Wagst du es, deine Gewohnheiten aufzuzeichnen?

Mehr Oxytocin, weniger Cortisol

Cortisol ist ein Hormon, das praktisch jedes Organ und Gewebe im Körper beeinflusst. Einerseits benötigen wir es für unser Überleben, andererseits hat ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel negative Auswirkungen auf unseren Körper. Cortisol wird bei Stress vermehrt ausgeschüttet und es hilft uns auf diesen Stress zu reagieren. Es trägt dazu bei, dass der Blutdruck aufrecht erhalten wird und Infektionen bekämpft werden. Cortisol nimmt auf die Regulierung des Blutzuckers und des Stoffwechsels Einfluss, und somit auch darauf wie der Körper Nahrung verarbeitet und wie er Energie verbraucht.

Manche Lebenssituationen, anhaltende negative Gedanken, Druck in der Arbeit, Mobbing, ungesunde Lebensgewohnheiten etc., können allerdings zu langanhaltendem Stress führen. Solch konstante Belastung führt zu einem dauerhaft erhöhtem Cortisolspiegel, der mit negativen Auswirkungen auf den Menschen einhergeht. Beispiele dafür sind Schlaflosigkeit, ein geschwächtes Immunsystem, ein erhöhtes Risiko von Frakturen, Depressionen und vieles mehr.

Es ist daher außerordentlich wichtig, zu lernen mit Stress umzugehen und gesunde Lebensgewohnheiten zu fördern (ausgewogene Ernährung, Bewegung, Meditation). Eventuell empfiehlt es sich auch Hilfe bei PsychologInnen zu suchen, die einen dabei begleiten zu lernen mit den Stresssituationen umzugehen.

Oxytocin hingegen ist das Hormon der Bindung, des Vertrauens und der Liebe. Es hilft, Stress abzubauen und das Immunsystem zu stärken. Es wird ausgeschüttet, wenn wir Gedanken von Zuneigung zu anderen oder uns selbst haben, wenn wir uns gut fühlen.