Nicht nur was man isst ist wichtig, sondern auch wo man es isst und mit wem

Es gibt viele Faktoren, die beeinflussen was wir essen, indem sie eine bestimmte Atmosphäre erzeugen : die Menschen rund um uns, die Gerichte, das Besteck, die Musik oder die Geräusche.


Zum Beispiel kann Plastikbesteck die Wahrnehmung des Geschmacks von Lebensmitteln verringern. Die Farbe der Gerichte kann dazu führen, dass wir mehr oder weniger von einer Speise essen. Auch Diskussionen oder Gespräche, verändern was und wie viel wir essen, abhängig davon ob sie angenehm sind oder nicht.


Um das Wohlbefinden zu erhöhen das wir beim Essen verspüren und damit das Essen seine Funktion des „ernährens“ wirklich erfüllen kann wählen wir am besten eine gut beleuchtete Umgebung mit wenigen Ablenkungen (zB.: kein aufgedrehter Fernseher), wir sitzen, wir essen gemeinsam und wir konzentrieren uns auf das Essen.


Es geht also nicht nur darum, sich gesund zu ernähren, sondern eine Umgebung zu schaffen, die auch für alle Sinne gesund ist und dem Gaumen beim Genießen des Essens mehr Freude bereitet.

Aufstriche: eine unbegrenzte Vielfalt an Aromen und Texturen

Die Möglichkeiten, Aufstriche für Brot oder Wraps, sind endlos. Hier habe, sind die folgenden zusammengeschrieben:

1️⃣ Gekochte  Kichererbsen, Magertopfen, Zwiebeln, Curry
2️⃣  Spinat, Parmesan, Walnüsse, Knoblauch, Olivenöl
3️⃣ Magertopfen, Schnittlauch
4️⃣ Magertopfen, roter Paprika, Zwiebel

Zu allen fügte ich eine Prise Salz, Pfeffer und ein paar Tropfen Zitrone hinzu.
Du kannst natürlich alle möglichen weiteren Mixturen erstellen. Bestreiche die Wraps mit zerdrückten, gekochten Bohnen. Das verleiht ihnen einen köstlichen Touch. Getrocknete Tomaten mit Cashew- oder anderen Nüssen passen ausgezeichnet und natürlich schmeckt auch eine Guacamole immer wieder gut.

Guten Appetit!

Wie Dir DiätologInnen helfen können

In dieser Woche wurde in Österreich der Tag der DiätologInnen gefeiert. Ich arbeite seit mehr als zwanzig Jahren in dieser Profession und darf mich glücklich schätzen DiätologInnen aus vielen Ländern kennengelernt zu haben. Dabei habe ich festgestellt, dass alle eine Essenz eint: Eine immense Passion für die Gesundheit, immer am Wohlbefinden der Menschen interessiert und auch die Liebe zum guten Essen.

Aber wissen weißt du auch was eine DiätologIn für dich tun kann?

Was ist die Diätologie?

Diätologen haben in verschiedene Ländern oft andere Berufsbezeichnungen: Dietista-Nutricionista, Licenciada en Nutrición y Dietética, Diététicienne, Dietóloga. Für sie alle gilt aber, dass sie Experten auf dem Gebiet der Ernährung und Diätetik sind. Die Ernährung beginnt bei der Nahrungsaufnahme, deren Ziel die Energiezufuhr für den Körper ist. Der nächste Schritt ist die Verwertung der Nahrungsmittel im Körper. Biologische Prozesse bestimmen, wie sie verändert und absorbiert werden um in eine Form gebracht zu werden in der sie im Körper zur Erfüllung der Vitalfunktionen beitragen können. Die Diätetik nützt dieses Wissen um die Vorgänge im menschlichen Körper und in den Nahrungsmitteln um die Ernährung von gesunden und kranken Menschen zu planen.

Was sind die Aufgabengebiete der DiätologInnen

DiätologInnen decken mit ihrer Expertise alle Krankheitsbilder ab, die eine besondere Ernährung benötigen. Das erstreckt sich von Niereninsuffizienz, über Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Adipositas, Krebs, Zöliakie und diversen anderen Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder -Allergien bis hin zur Unterernährung. Auch besondere Wege der Nahrungsaufnahme für Menschen, die aus verschiedensten Gründen auf herkömmlichen Weg (oral) nicht, oder nicht genügend Nahrung aufnehmen können liegen im Kompetenzbereich der DiätologInnen.

Ein anderer wichtiger Teil der Arbeit der DiätologInnen gilt der Vorbeugung vor Krankheiten. Sie fördern eine gesunde Ernährung und positive Gewohnheiten, sowohl beim einzelnen Patienten im persönlichen Gespräch, als auch in Gruppen bei Vorträgen (in Schulen, Firmen, etc.). Ihr Fachgebiet umfasst auch das Planen von Menüs für Kindergärten, Schulen oder Firmen.

Wie arbeiten DiätologInnen?

DiätologInnen evaluieren ihre PatientInnen oder KlientInnen anhand vieler Faktoren: Physiologischer Zustand wie zB. Schwangerschaft, Stillperiode, Sport, Krankheiten, Symptome. Das Alter, das Geschlecht, die täglichen Aktivitäten, Kulturelle gewohnheiten, Nahrungs-Preferänzen (aus religiösen oder anderen Gründen, zB. Veganismus), persönliche und familiäre Vorgeschichte. Des weiteren orientiert sich die DiätologIn an Laborbefunden, die durch Ärzte angefordert wurden. Die PatientIn informiert die DiätologIn über Ess-Gewohnheiten und Frequenz und die typischen Speisen. Die DiätologIn stellt die Körperzusammensetzung fest (eine Abschätzung von Muskelmasse, Fett und Wasser im Körper).

Auf Basis all dieser Daten ermittelt die DiätologIn den Energiebedarf der PatientIn (in Kilokalorien) und den Bedarf an Nährstoffen (Vitamine, Mineralien, Ballaststoffe, Proteine, Kohlehydrate, Fett, etc.). Sie legt die Ziele fest die im Rahmen einer speziell auf die PatientIn zugeschnittenen Ernährung priorisiert werden sollen. Diese ist für die PatientIn verständlich aufbereitet, sodaß sie dem Plan gut folgen kann.

Die DiätologIn kann dir also in allen Sachen betreffend deiner Ernährung weiter helfen.

„Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel, und eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.“
Hippokrates (460 bis  370 v.Chr.)

Mehr Oxytocin, weniger Cortisol

Cortisol ist ein Hormon, das praktisch jedes Organ und Gewebe im Körper beeinflusst. Einerseits benötigen wir es für unser Überleben, andererseits hat ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel negative Auswirkungen auf unseren Körper. Cortisol wird bei Stress vermehrt ausgeschüttet und es hilft uns auf diesen Stress zu reagieren. Es trägt dazu bei, dass der Blutdruck aufrecht erhalten wird und Infektionen bekämpft werden. Cortisol nimmt auf die Regulierung des Blutzuckers und des Stoffwechsels Einfluss, und somit auch darauf wie der Körper Nahrung verarbeitet und wie er Energie verbraucht.

Manche Lebenssituationen, anhaltende negative Gedanken, Druck in der Arbeit, Mobbing, ungesunde Lebensgewohnheiten etc., können allerdings zu langanhaltendem Stress führen. Solch konstante Belastung führt zu einem dauerhaft erhöhtem Cortisolspiegel, der mit negativen Auswirkungen auf den Menschen einhergeht. Beispiele dafür sind Schlaflosigkeit, ein geschwächtes Immunsystem, ein erhöhtes Risiko von Frakturen, Depressionen und vieles mehr.

Es ist daher außerordentlich wichtig, zu lernen mit Stress umzugehen und gesunde Lebensgewohnheiten zu fördern (ausgewogene Ernährung, Bewegung, Meditation). Eventuell empfiehlt es sich auch Hilfe bei PsychologInnen zu suchen, die einen dabei begleiten zu lernen mit den Stresssituationen umzugehen.

Oxytocin hingegen ist das Hormon der Bindung, des Vertrauens und der Liebe. Es hilft, Stress abzubauen und das Immunsystem zu stärken. Es wird ausgeschüttet, wenn wir Gedanken von Zuneigung zu anderen oder uns selbst haben, wenn wir uns gut fühlen.

Rote-Linsen-Kürbis-Curry

Die Verwendung von Hülsenfrüchten in deiner Ernährung ist nicht nur eine Möglichkeit deine Gesundheit durch ein sehr nahrhaftes Lebensmittel positiv zu beeinflussen, sondern auch nachhaltiger zu Essen.

Zutaten für 3-4 Personen:

Hokkaido-Kürbis 200 g
Rote Linsen 150 g
Spinat (kann eingefroren werden) 100 g
Kokosnüsse Milch 400 ml
Chilipaste 1 TL (abhängig von der gewünschten Schärfe)
Kurkuma
Salz
Pfeffer

1. Reinige und schneide den Kürbis in kleine Stücke
2. Erhitze die Kokosmilch
3. Füge den Kürbis hinzu
4. Wenn der Kürbis weich ist, fügt die zuvor gewaschenen Linsen und dann den Spinat hinzu.
5. Bei mittlerer Hitze kochen und vorsichtig umrühren, damit es nicht klebt
6. Wenn alles gekocht ist, füge das Kurkuma, eine Prise Chili, Pfeffer und Salz hinzu. Gut durchrühren.

Begleite das Curry mit Bulgur, Reis oder Quinoa.

Guten Appetit!

Wenn du willst, dass sich dein Kind ausgewogen ernährt, dann sei du das Vorbild dem es folgen kann

Der Prozess des sich Ernährens fängt bei Kindern schon im Mutterbauch an sich zu entwickeln. Das klingt schon einmal sehr nahe liegend, da der Fetus schließlich mit Nährstoffen versorgt wird, die von der Mutter über die Speisen die sie isst aufgenommen werden.

Darüber hinaus wurde in Studien von J.A. Mennella gezeigt, dass die pränatale und frühe, postnatale Exposition von Kindern mit einem spezifischen Geschmack, mit einem gesteigerten Genussgefühl betreffend diesen Geschmacks einhergeht, wenn die Babies dann mit fester Nahrung im Rahmen der komplementären Ernährung konfrontiert werden (1,2).

Diese frühen Erfahrungen von Geschmack können eine Basis für ethnische und kulturelle Unterschiede in der Küche sein. Das bedeutet auch, dass eine vielfältige und gesunde Ernährung während der Schwangerschaft und der Stillperiode eine ausgeglichenere Ernährung der Kinder fördert.

Es ist wichtig zu bedenken, dass wir mit einer angeborenen Präferenz für süßen Geschmack auf die Welt kommen. Die Muttermilch hat einen leicht süßlichen Geschmack, und dieser Geschmack wird vom Körper als Energie interpretiert. Diese Faktoren waren wichtig für unsere Evolution.

Andererseits ist die „Neophobie“, die Aversion gegenüber neuen und unbekannten Geschmäcken, auch ein Schutzmechanismus der Evolution. Sie verhindert, dass wir unbekannte, für uns schädliche Dinge verspeisen.

Die Angst wird überwunden indem die Modelle in Sachen Ernährung, die Eltern oder andere Bezugspersonen, imitiert werden und durch eine frequente Exposition dem Nahrungsmittel gegenüber. Zu Beginn kann es sinnvoll sein, ein bisher nicht akzeptiertes Nahrungsmittel im Kombination mit einer anderen, bereits bekannten Speise zu essen. Wenn du beispielsweise auf ein Fest gehst auf dem dich zwar niemand kennt, aber du von gut bekannten und populären Personen begleitet wirst ist die Wahrscheinlichkeit höher mit mehr Personen in Kontakt zu treten die du bisher nicht kanntest. Genau so funktioniert das auch mit den Nahrungsmitteln in einer Speise.

Die Verantwortung der Eltern und Bezugspersonen gegenüber den Kindern bedeutet, den Kindern Nahrungsmittel anzubieten, die ihr Wachstum und ihre Entwicklung fördern. Es müssen allerdings die Kinder sein, die entscheiden wie viel sie davon essen.

Die Kinder folgen ihrem natürlichen Gefühl was Hunger und Sättigungsgefühl betrifft. Sie dazu zu zwingen alles zu essen was auf dem Teller serviert ist wäre kontraproduktiv. Denn es sollte das Kind selbst sein, dass sich über seine eigenen Limitationen erhebt. Das kann allerdings nur dann passieren, wenn dem Kind konstant auch neue Nahrungsmittel angeboten werden um den Lerneffekt zu stimulieren.

Eine strukturierte Ernährung spielt im familiären und sozialen Leben der Kinder eine wichtige Rolle. In der Gemeinschaft lernt man mit den Anderen das Essen zu genießen. Aber es ist das familiäre Ambiente in dem man das Bewusstsein für die gesunde und ausgewogene Ernährung erlernt.

Wenn du also willst, dass dein Kind ein gutes Vorbild hat um die Ernährung und genereller, einen Lebensstil zu erlernen, dann musst du, aus all den oben genannten Gründen das Modell sein, von dem sie lernen wollen und das sie imitieren wollen.

COVID19, was soll ich denn machen?

Wir wollen die Zeit der Sozialkontaktereduktion zu Hause so positiv wie möglich verbringen. Machen wir das beste daraus!

Manche haben so wichtige Aufgaben für die Gesellschaft, dass es schwierig für sie wird Arbeit, Kinder und Privatleben zu jonglieren. Manche können glücklicherweise von zu Hause arbeiten, andere wieder sind zur beruflichen Untätigkeit gezwungen. Wir alle hoffen, dass die harten Maßnahmen nur kurz andauern werden und gemeinsam bestmöglich überwunden werden.

  • Plane im voraus was du mit deiner Familie zu Hause essen wirst um unnötige Essensabfälle zu vermeiden.
  • Koche mit deinen Kindern, mit deinem/r PartnerIn, koche für dich!
  • Genieße dein Essen und genieße das Zubereiten von Speisen die zu deiner ausgewogenen Ernährung beitragen. Das hilft deinem Immunsystem stark zu sein und somit auch dir dabei hoffentlich gesund zu bleiben.
  • Beweg dich! Auch wenn du gerade nicht ins Fitness Center gehen kannst, deine übliche Route laufen sollst oder deine Längen schwimmen darfst, finde einen Weg dich zu bewegen. Schau vielleicht Trainings-videos auf YouTube an. Tanz mit, mach die Übungen. Such dir deine persönliche Motivation!
  • Hör Musik die dir hilft dich gut zu fühlen!
  • Nütze die Zeit, die du dir sonst nie nimmst, um all jene Arbeiten zu erledigen die sonst immer liegen bleiben.
  • Sei kreativ beim organisieren deines Arbeitsplatzes zu Hause! Führe deine gewohnte Routine weiter, egal ob du home office machst, oder für dich selbst Sachen erledigst.

Wenn du dich gut fühlst, hilf denen die mit dir zusammen wohnen und allen Anderen zu denen du Kontakt hast (sei es auch nur per social media) sich ebenfalls gut zu fühlen! Positive Gedanken und Hoffnung sind auch ansteckend (sogar noch viel mehr als ein Virus)!