Heute ist Weltgesundheitstag

Das Wohlbefinden eines Menschen hängt stark von seiner Gesundheit ab. Dafür ist eine Balance zwischen mehreren Aspekten notwendig, die ineinandergreifen.

  • Körperliche Gesundheit:
    – Essen
    – Körperliche Aktivitäten
    – Lebensstil
    – Schlafen und Ruhephasen
  • Faktoren, die zur psychischen Gesundheit beitragen oder sie beeinflussen:
    – Routinen (täglich, wöchentlich etc.)
    – Umgang mit Emotionen
    – Stressbewältigung
  • Zugang zur Gesundheitsversorgung für alle.
  • Sichere und stabile Lebensbedingungen, die als Basis für Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen dienen.

Es geht also nicht nur darum, was du isst oder wie viel du dich bewegst. Es geht auch darum, wie du lebst, welchen Job du hast, mit wem du verwandt bist, was du fühlst und was du denkst … etc. alles hat einen Einfluss auf deine Gesundheit.


In Anbetracht all dieser Aspekte, von 1 bis 10, wobei 1 das Minimum und 10 das Maximum ist, welche Punktzahl würdest du deinem Gesundheitszustand geben?

Diätologie: Empathie, Balance und gutes Essen

Gestern wurde in Österreich der Tag der DiätologInnen gefeiert. Ich arbeite seit mehr als zwanzig Jahren in dieser Profession und darf mich glücklich schätzen meinen Beruf in vier Ländern ausgeübt zu haben und dabei DiätologInnen aus vielen Ländern kennengelernt zu haben. Dabei habe ich festgestellt, dass uns alle eine Essenz eint: Eine immense Passion für die Gesundheit; immer am Wohlbefinden der Menschen interessiert; und auch die Liebe zum guten Essen.

In meinem Fall war meine Arbeit der Motor für mich, meine Komfortzone immer wieder zu verlassen und mich an jeden Ort, an dem ich diesen Beruf ausgeübt habe, anzupassen. Jetzt lebe ich in Wien und arbeite freiberuflich und zusätzlich in zwei Privatkliniken.

Meine Schwerpunkte sind: Diabetes Mellitus Typ 2, Krebserkrankungen, Erkrankungen und Störungen des Verdauungstraktes, Stoffwechselstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Unverträglichkeiten, Intoleranzen, Kinderernährung, Verbesserung der Ernährung von Einzelpersonen oder Familien, Menüplanung und Änderung der Gewohnheiten.

Ich verdanke meinem Beruf, dass er mir eine starke Verbindung zur Realität gibt. Meine Arbeit mit Patienten und Kunden, die oft mit sehr schwierigen gesundheitlichen Zuständen zu kämpfen haben, zeigt mir immer wieder, wie wichtig es ist Empathie zu kultivieren und in allen Momenten des Lebens demütig zu bleiben. Ich verdanke meinem Beruf, dass er mir die Mittel gibt, das Beste von mir zu geben.

Ein bisschen mehr über den Verband der DiätologInnen findest du in diesem Video:
https://www.youtube.com/watch?v=LOLKNXgPO7U

Heute ist Weltkrebstag

Wahrscheinlich kennst oder kanntest du jemanden, bei dem irgendwann in seinem Leben Krebs diagnostiziert wurde.
Die meisten Patienten, die ich während meiner gesamten Berufstätigkeit betreute, hatten Krebs. Viele Jahre lang war es meine Aufgabe, die Ernährung dieser Patienten zu verbessern, damit sie die Krebsbehandlung besser vertragen um ihnen so ihre Lebensqualität so gut wie möglich zu erhalten.
Die Ernährung hat selbst keine heilende Wirkung. Aber wenn man sich dieser Krankheit – die sich verheerend auf den Körper auswirken kann – stellen muss, ist ein guter Ernährungszustand sehr wichtig. So können die Behandlung und die daraus und aus der Krebserkrankung selbst resultierenden Symptome besser verkraftet werden.
Darüber hinaus machen Familie, psychologische Unterstützung und ein gutes medizinisches Team den Unterschied in der Behandlung von Patienten aus.
Je früher Krebs erkannt wird, desto eher kann gehandelt werden. Deshalb ist es so wichtig, dass alle Menschen Zugang zu einer guten Gesundheitsversorgung haben und sich regelmäßig untersuchen lassen können.

Ein Drittel der Krebserkrankungen kann durch den Lebensstil verhindert werden. Einer der Gründe, warum ich hier schreibe, ist eine ausgewogene Ernährung zu fördern. Sie bereichert nicht nur unseren das Empfinden unseres Gaumens, sondern sie trägt auch zu zu unserer Gesundheit bei.

Wusstest du, dass die Ernährung Teil der Behandlung ist, die eine an Krebs erkrankte Person erhalten sollte?

Homeoffice & Homeschooling: Nimm dir die Zeit, dein Essen zuzubereiten und zu genießen

Viele Herausforderungen mussten wir im letzten Jahr bewältigen. Beispiele dafür sind Homeoffice und Homeschooling. Soweit möglich haben wir sie von einem auf den anderen Tag in unseren unseren Alltag integriert.
Wenn auch du von zu Hause arbeitest oder Kinder und/oder Jugendliche hast, die Homeschooling betreiben, versuche neben all dem Stress auch noch daran zu denken, deine Mahlzeiten so ausgewogen wie möglich zu planen. Bei der Planung des Menüs im Voraus alle Familienmitglieder zu berücksichtigen, kann das Wohlbefinden aller erheblich verbessern.
Aber vor allem, versuche dir ausreichend Zeit für die Vorbereitung deiner Ernährung zu nehmen und sie zu genießen. Konzentriere dich beim Essen einzig auf das Essen und vermeide es währenddessen zusätzliche Aktivitäten durchzuführen. Zum Beispiel: iss nicht direkt an dem Ort an dem du arbeitest. Wobei es natürlich immer sehr gut ist, eine Flasche Wasser oder eine Thermoskanne mit Tee in der Nähe deines Arbeitsplatzes zu haben um genügend Flüssigkeit aufzunehmen.
Während du aber isst, entspann dich und ermögliche es dir, dich zumindest für eine kurze Zeit von allem zu trennen, das dich beunruhigt oder Stress erzeugt. Insbesondere zu Zeiten, in denen es so viel Unsicherheit gibt ist das wirklich wichtig für dich.

Mentale Gesundheit & Ernährung

Psychische Gesundheit ist mehr als an keinen Krankheiten zu leiden, sie ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesundheit und des Wohlbefindens eines jeden Menschen. Fast 300 Millionen Menschen auf der Welt leiden jedoch an Störungen wie Depressionen. Es wird angenommen, dass unser Mikrobiom (allgemein als „Darmflora“ bezeichnet) eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung verschiedener Krankheiten und Störungen wie Depressionen spielt.
Bei diesen Krankheiten und Störungen kommt es zu Veränderungen in der Zusammensetzung des Mikrobiomes, was sich auf die Freisetzung von Neurotransmittern auswirkt (beispielsweise Serotonin, das zu 90% im Darm produziert wird). Das Mikrobiom beeinflusst das Verhalten und diese Veränderungen wirken sich wiederum auf das Mikrobiom, aufgrund der Verbindung zwischen Gehirn und Darm aus.

Die Psychiaterin Marian Rojas Estapé kommentiert in ihrem brillanten Buch „Cómo hacer que te pasen cosas buenas“, dass „das Mikrobiom eine grundlegende Rolle bei der Regulierung der Darmpermeabilität und der entzündlichen Komponente der Depression spielt„. Darüber hinaus seien Neurotransmitter wie Serotonin, ein Hormon des Glücks und des Wohlbefindens, des Appetits, der Libido und einiger Funktionen in Körper und Geist, verantwortlich für die Angstzustände und Depressionen. Das legt daher nahe, dass es wichtig ist, Omega-3-Fettsäuren, Kurkuma, Zitrusfrüchte, Vitamin D, Zwiebeln, Lauch, Petersilie, Lorbeerblatt und Rosmarin aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung in der Ernährung zu konsumieren. Auf der anderen Seite sollten entzündungsfördernde Lebensmittel wie raffiniertes Mehl, gesättigte Fettsäuren und Transfette sowie zuckerhaltige Getränke und rotes Fleisch reduziert werden.

Eine adäquate Ernährung, die dem Körper alles bietet, was er braucht, ist daher für das geistige Wohlbefinden aller Menschen unerlässlich.

Wie stimulierst du das Wachstum neuer Gehirnzellen?


Wenn dir jemanden sagte, dass es ein Medikament mit sehr positiven Wirkungen zur Behandlung von Depressionen und Knochendichte gibt, das Krankheiten wie Alzheimer und Herz-Kreislauf-Störungen vorbeugt, das deine Aufmerksamkeit, dein Gedächtnis, deine Leistung und viele weitere Dinge verbessert, das in dir Endorphine freizusetzt, das dir hilft dich großartig zu fühlen … würdest du es nehmen? Und wie oft würdest du es nehmen?
Denk daran, dass all diese wunderbaren Effekte mit körperlicher Aktivität und Sport erzielt werden können! 🏋️⛹️🤾🚴🚵🧗🤼🤹🏇🤺⛷️🏂🏄🚣🏊🤽

Die Neurowissenschaftlerin und Schriftstellerin Wendy Suzuki erzählt in ihrem wundervollen Buch „Happy Brain, Happy Life“, von, die Studien zeigen, dass Bewegung in Kombination mit einer stimulierenden Umgebung für die meisten positiven Gehirnveränderungen verantwortlich ist. Effekte sind beispielsweise die Zunahme der Größe des Kortex, ein erhöhter Spiegel von Wachstumsfaktoren wie BDNF und Neurotransmittern wie Acetylcholin und verstärktes Wachstum von Blutgefäßen im Gehirn (Angiogenese). Der durch Bewegung erhöhte Spiegel von BDNF unterstützt dann die Entwicklung neuer Gehirnzellen.“

Wir wissen um die vielfältigen Vorteile von körperlicher Aktivität. Daher wäre es für jede Person das beste, einfach eine Aktivität zu wählen, die sie genießt, um so in den Genuss all der positiven Auswirkungen zu kommen.

Salate im Sommer

Die Sommerhitze lässt sich bereits spüren! Da möchtest du vielleicht lieber etwas erfrischendes essen oder leichtere Speisen zu dir nehmen.

Ein kompletter Salat, der das Gemüse, das du am liebsten magst, mit einer Art Protein wie Tofu, Käse, Schinken, Thunfisch, Huhn oder Pute kombiniert und von einer Art Kohlenhydraten wie Vollkornbrot, Quinoa oder Nudeln begleitet wird, kann eine sehr nahrhafte Option sein.
Wenn du einige Frucht- oder Samenstücke hinzufügst, erhält der Salat eine besondere Note. Und schließlich lässt eine gute Marinade alle Aromen, Texturen und Geschmäcke noch besser miteinander harmonieren. Mein Favorit ist Olivenöl nativ extra mit Balsamico-Essig.

Was ist deine Lieblingsmarinade? Und welche Zutaten magst du am liebsten in einem Salat?

Ein paar Ideen für vegane Rezepte!

Du musst nicht gleich vegan leben, um nicht doch köstliche Rezepte basierend auf Pflanzen zuzubereiten.

1. Eine Quinoa-Zucchini-Melanzani-Pfanne gewürzt mit Soja-sauce.
2. Nudeln mit Gemüse und Hefeflocken (als Käse-Ersatz)
3. Couscous mit Kichererbsen und Gemüse
4. Gemüse-Reis-Curry
5. Sandwich mit Linsen-Laibchen und Tomaten
6. Melanzani-Tofu-Lasagne

Eine Ernährung die auf Pflanzen basiert ist nicht nur gut für deine Gesundheit, sondern hilft dir auch vielen Krankheiten vorzubeugen

Guten Appetit!

Genießen wir die LEGUMINOSEN (Bohnen, Linsen, Fisolen, Soja, Kichererbsen, …)

Seit unerdenklichen Zeiten sind sie Teil unserer Küche in sehr vielen Regionen der Welt: Von der Fabada asturiana, dem cocido madrileño, der Potaje de garbanzos aus Spanien, der Bandeja paisa aus Kolumbien, Linsen mit Knödel in Österreich, der Couscous aus Marokko, die Currys aus Indien, die Frijoles Negros auf kubanische Art, Falafel aus dem Orient, Die Feijoada aus Brasilien und Portugal, oder auch die Vielfältige Verwendung von Soja. Das sind einige Beispiele dafür wie Hülsenfrüchte/Leguminosen Teil unserer Ernährung.

Bau Hülsenfrüchte in deinen wöchentlichen Speiseplan ein. Sie sind sehr gut kombinierbar und auch sehr nutritiv. Das liegt daran, dass sie einen hohen Anteil an Proteinen, Kohlenhydraten, Vitaminen des B-Komplex, Mineralstoffewie z.B. Magnesium, Kalium, Phosphor, Kalzium, Zink und außerdem Ballaststoffe beinhalten.
Beispiele für die vielfältigen Möglichkeiten zur Zubereitung sind: Kroketten, in Salaten, als Beilage mit Gemüse, als Püree oder Hummus.

Hülsenfrüchte tragen nicht nur zu deinem Wohlbefinden bei, sie sind auch gut für unseren Planeten. Die Leguminosen haben als Pflanzen einen positiven Einfluss auf den Boden auf dem sie wachsen. Die Knötchen die an den Wurzeln wachsen fixieren Stickstoff und düngen so sowohl die Pflanze als auch den Boden.

Bei der Zubereitung von Hülsenfrüchten denke daran, dass manche eine Zeit lang in Wasser eingeweicht werden müssen, um gut verarbeitet werden zu können. Zum Beispiel: Kichererbsen und Bohnen benötigen mindestens 12 Stunden (das Wasser in dem die Hülsenfrüchte eingeweicht wurden, wird nicht für das Kochen verwendet). Einige Arten von Linsen müssen allerdings nicht eingeweicht werden.

Hülsenfrüchte, die bereits essfertig zu kaufen sind (aus der Dose), sind eine gute Option, wenn du nicht viel Zeit zur Zubereitung hast. Du kannst sie auch vielfältig kombinieren, beispielsweise mit Samen und Getreide (z.B. Dinkel, Quinoa, Bulgur, Couscous) und Gemüse. So erhältst du eine Speise, die ausgewogen ist und Proteine hoher Qualität enthält.

Wusstest du, dass Erdnüsse zu den ölhaltigen Hülsenfrüchte gehören?