Schön langsam bereiten wir uns auf die nächste Phase im Umgang mit den Corona-Virus vor. Jetzt können wir DiätologInnen wieder mit unseren Beratungen beginnen.
Mai, 2020
Schön langsam bereiten wir uns auf die nächste Phase im Umgang mit den Corona-Virus vor. Jetzt können wir DiätologInnen wieder mit unseren Beratungen beginnen.
Der Prozess des sich Ernährens fängt bei Kindern schon im Mutterbauch an sich zu entwickeln. Das klingt schon einmal sehr nahe liegend, da der Fetus schließlich mit Nährstoffen versorgt wird, die von der Mutter über die Speisen die sie isst aufgenommen werden.
Darüber hinaus wurde in Studien von J.A. Mennella gezeigt, dass die pränatale und frühe, postnatale Exposition von Kindern mit einem spezifischen Geschmack, mit einem gesteigerten Genussgefühl betreffend diesen Geschmacks einhergeht, wenn die Babies dann mit fester Nahrung im Rahmen der komplementären Ernährung konfrontiert werden (1,2).
Diese frühen Erfahrungen von Geschmack können eine Basis für ethnische und kulturelle Unterschiede in der Küche sein. Das bedeutet auch, dass eine vielfältige und gesunde Ernährung während der Schwangerschaft und der Stillperiode eine ausgeglichenere Ernährung der Kinder fördert.
Es ist wichtig zu bedenken, dass wir mit einer angeborenen Präferenz für süßen Geschmack auf die Welt kommen. Die Muttermilch hat einen leicht süßlichen Geschmack, und dieser Geschmack wird vom Körper als Energie interpretiert. Diese Faktoren waren wichtig für unsere Evolution.
Andererseits ist die „Neophobie“, die Aversion gegenüber neuen und unbekannten Geschmäcken, auch ein Schutzmechanismus der Evolution. Sie verhindert, dass wir unbekannte, für uns schädliche Dinge verspeisen.
Die Angst wird überwunden indem die Modelle in Sachen Ernährung, die Eltern oder andere Bezugspersonen, imitiert werden und durch eine frequente Exposition dem Nahrungsmittel gegenüber. Zu Beginn kann es sinnvoll sein, ein bisher nicht akzeptiertes Nahrungsmittel im Kombination mit einer anderen, bereits bekannten Speise zu essen. Wenn du beispielsweise auf ein Fest gehst auf dem dich zwar niemand kennt, aber du von gut bekannten und populären Personen begleitet wirst ist die Wahrscheinlichkeit höher mit mehr Personen in Kontakt zu treten die du bisher nicht kanntest. Genau so funktioniert das auch mit den Nahrungsmitteln in einer Speise.
Die Verantwortung der Eltern und Bezugspersonen gegenüber den Kindern bedeutet, den Kindern Nahrungsmittel anzubieten, die ihr Wachstum und ihre Entwicklung fördern. Es müssen allerdings die Kinder sein, die entscheiden wie viel sie davon essen.
Die Kinder folgen ihrem natürlichen Gefühl was Hunger und Sättigungsgefühl betrifft. Sie dazu zu zwingen alles zu essen was auf dem Teller serviert ist wäre kontraproduktiv. Denn es sollte das Kind selbst sein, dass sich über seine eigenen Limitationen erhebt. Das kann allerdings nur dann passieren, wenn dem Kind konstant auch neue Nahrungsmittel angeboten werden um den Lerneffekt zu stimulieren.
Eine strukturierte Ernährung spielt im familiären und sozialen Leben der Kinder eine wichtige Rolle. In der Gemeinschaft lernt man mit den Anderen das Essen zu genießen. Aber es ist das familiäre Ambiente in dem man das Bewusstsein für die gesunde und ausgewogene Ernährung erlernt.
Wenn du also willst, dass dein Kind ein gutes Vorbild hat um die Ernährung und genereller, einen Lebensstil zu erlernen, dann musst du, aus all den oben genannten Gründen das Modell sein, von dem sie lernen wollen und das sie imitieren wollen.
Wir wollen die Zeit der Sozialkontaktereduktion zu Hause so positiv wie möglich verbringen. Machen wir das beste daraus!
Manche haben so wichtige Aufgaben für die Gesellschaft, dass es schwierig für sie wird Arbeit, Kinder und Privatleben zu jonglieren. Manche können glücklicherweise von zu Hause arbeiten, andere wieder sind zur beruflichen Untätigkeit gezwungen. Wir alle hoffen, dass die harten Maßnahmen nur kurz andauern werden und gemeinsam bestmöglich überwunden werden.
Wenn du dich gut fühlst, hilf denen die mit dir zusammen wohnen und allen Anderen zu denen du Kontakt hast (sei es auch nur per social media) sich ebenfalls gut zu fühlen! Positive Gedanken und Hoffnung sind auch ansteckend (sogar noch viel mehr als ein Virus)!
Mit unserem Essen können wir unser Wohlbefinden ernähren !
Zutaten
Zubereitung
Zutaten für 2-3 Personen
1 mittelgroßen Süßkartoffel
250g rote Bohnen (selbst gekocht oder aus der Dose)
1/2 Salat
1 gelber Paprika
1 Avocado
150 g Tomaten
1 EL Olivenöl
1 EL Balsamicoessig
Zubereitung:
Dieser vegane Salat ist ein Beispiel dafür wie verschiedene Zutaten einander zu einer vollständigen Mahlzeit ergänzen können.
Bon Appétit!
Warum isst die Welt, wie sie isst? 2.Teil Das Spiel mit dem Essen
Das Thema zu dem ich heute schreiben will hängt mit der interaktiven Ausstellung „Das Spiel mit dem Essen“ zusammen die noch bis Mitte November 2019 in Schloss Hof und Schloss Niederweiden statt findet. Sie nimmt den Besucher gefangen indem sie ihn in die weltweite Erfahrung von Nahrung eintauchen lässt. Es werden historische und aktuelle Daten präsentiert und die mögliche Zukunft beleuchtet. Dieser zweite Teil der Ausstellung beleuchtet zuerst die weltweiten Transportwege über die Nahrungsmittel, die wichtigsten Häfen und die Logistik der Container sowie die maritimen Schiffahrtswege.
Wusstest du, dass sich die zehn größten Häfen der Welt in Asien befinden? Wusstest du, dass das größte Containerschiff das auf den Ozeanen verkehrt mehr als 21000 Container transportiert werden können? Wusstest du, dass in nur einen Container mehr als 7000 Cornflakes-Packungen passen? Obwohl ein Schiff dieser Größenordnung 9 Tonnen Treibstoff pro Stunde verbraucht ist der Transport von Nahrungsmitteln mittels Containerschiffen ist mit einem relativ geringen CO2-Ausstoß pro Produkt verbunden.
Von den Containern geht es weiter zu den Verpackungen. Sie sorgen dafür, dass die Produkte in optimalen Konditionen den Zielort erreichen. Der Ursprung von Dosen als Verpackungsmaterial geht auf die Zeit von Napoleon Bonaparte zurück, als Nicholas Appert dieses Konzept entwickelte um Nahrungsmittel haltbar und besser transportabel zu machen. Heutzutage ist die Verwendung von Kunststoffen als Verpackungsmaterial ein großes Problem, das unseren Händen entgleitet. Wir sind eine Generation die nur mit Verpackungsmaterial enorme Mengen an Müll erzeugt. Die durchschnittliche Verwendungsdauer eines Plastiksackerls ist allerdings nur ungefähr 12 Minuten.
In der Ausstellung wird das Konzept und die Geschichte des „Selbstbedienungssupermarkts“ beschrieben. Es existiert seit 1916, als der Amerikaner Clarence Saundes den ersten Markt dieser Art eröffnete. Seit damals hat sich das Konzept als quasi-Standard in der ganzen Welt durchgesetzt. 1974 wurden 13,5% der Lebensmittelausgaben einer Familie für Gastronomie (e.g. Restaurantbesuch, Pizzaria) aufgewandt, 2015 waren es bereits 33,5%. Abschätzungen zeigen, dass eine Person ungefähr zwei Jahre seines Lebens dafür aufwendet um Einkäufe im Supermarkt zu erledigen. Das Modell, so wie wir es kennen unterliegt allerdings ebenfalls großen Änderungen. Amazon möchte beispielsweise Minisupermärkte (Amazon Go) ins Leben rufen. Dort soll es keine Kassen geben. Die Kunden registrieren sich mithilfe einer Smartphon-App und mit Kameras wird automatisch registriert was der Kunde aus den Regalen nimmt und in den Einkaufswagen legt. All die gewählten Produkte enden schließlich auf der Rechnung ohne an einer Kassa alle Produkte registrieren lassen zu müssen. In Korea gibt es virtuelle Supermärkte in Bus- oder U-Bahn-Stationen bei denen die Produkte anhand von Fotos in aufgezeichneten Regalen ausgewählt werden können. Mit dem Smartphone scannt man die Barcodes, die Bezahlung erfolgt online und die Bestellung wird direkt in die Wohnung geliefert. Eine schwedische Firma wiederum bietet einen mobilen Supermarkt an, der ebenfalls via App bedienbar ist.
Im Zuge des Technologiebooms in dem wir uns befinden entstehen auch Produzenten die es Menschen ermöglichen sich in Plattformen im Internet anzumelden um jede Woche oder einige Male pro Monat einen Gemüsekorb zu erhalten. Dieses Gemüse ist dann lokal produziert und von der Saison abhängig. Es gibt auch Firmen, die Bio-Produkte direkt beim Produzenten abholen und schließlich mit Fahrrädern bis zum Konsumenten bringen. Während ein Bürger in Österreich einen Apfel aus Neuseeland essen kann, der eine Reise von 18.000 km hinter sich hat bevor er im Supermarkt landet, könnte dieselbe Person auch einen Apfel aus der Region konsumieren, der nur eine Reise von 130 km zurückgelegt hat.
Heutzutage finden sich viele Nahrungsmittel aus diversen Regionen der Erde im Supermarkt und sind so für uns erreichbar geworden. Auf der anderen Seite wird viel Nahrung verschwendet. In Österreich werden pro Jahr in etwa 157.000 Tonnen Nahrungsmittel im Müll entsorgt. Erfreulicherweise existieren auch Initativen so wie Foodsharing, die versuchen diese Zahlen zu reduzieren. Einige Marken von österreichischen Lebensmitteln versuchen die Verwendung von Palmöl zu vermeiden. Palmöl erzeugt riesige Ökologische Probleme in jenen Regionen der Erde in denen diese Palmen angepflanzt werden. Speziell in Indonesien wurden gigantische Flächen an tropischen Wäldern abgeholzt um Platz für Palmen-Monokulturen zu schaffen. Das entwickelt sich in eine Bedrohung für die Lebensgrundlagen der Bevölkerung, es erzeugt Kinderarbeit und es schädigt die Population der Orang Utans nachhaltig. Jede Stunde wird in Indonesien eine Fläche von ca. 146 Fußballfeldern abgeholzt.
Es existieren viele Gütesiegel die das Ziel haben dem Kunden eine Orientierung im Bezug auf die Qualität des gekauften Produktes zu geben. Trotzdem muss der Konsument immer kritisch betrachten welche Normen vorgeschrieben sind und ob die Normen der Nachhaltigkeit eines jeden dieser Produkte auch wirklich eingehalten werden. Das Gütesiegel MSC (Marine Stewardship Council) beispielsweise zeichnet Fische aus dem Meer und Meeresfrüchte aus. Laut Greenpeace allerdings werden auch mit diesem Siegel nicht jene Standards erfüllt, die für eine Nachhaltige Fischwirtschaft und die für eine Erholung der Fischpopulationen und der Ökosysteme in den Meeren notwenig wären. Eigentlich müsste der Fischfang in vielen Regionen der Meere für eine Zeit lang komplett pausiert werden um dem Meer Zeit zu verschaffen so eine Erholung zu erreichen. Greenpeace schlägt für unseren Fall (Österreich) vor, dass wird am besten Bio-Fisch aus österreichischen Teichen konsumieren sollten.
Neben den Innovationen die sich rund um die Ernährung entwickeln, stehen die Zahlen die uns über die Aspekte auf der Welt nachdenken lassen. Wenn man beispielsweise hört, dass sich der Preis von Weizen, von Reis und von Soja in den Jahren 2005 bis 2008 verdreifacht hat. Während in entwickelten Ländern zwischen 5% und 10% des Einkommens pro Person für die Ernährung ausgegeben wird sind es in Entwicklungsländern bis zu 60% des Einkommens. Außerdem besteht eine sehr große Diskrepanz im Wasserverbrauch. 2,1 Milliarden Personen verfügen über keine Quelle für Trinkwasser. 41% der weltweiten Bevölkerung lebt in den trockensten Zonen der Erde.
Die Ausstellung ist eine Einladung sich all dem bewusst zu werden was wir kaufen und in Folge dessen Transparenz von den Herstellern einzufordern. Wir sollen wissen woher das stammt was wir konsumieren. So können wir regionale und saisonale Produkte bevorzugen und so die Umwelt schützen. Das ist außerdem auch eine Maßnahme um den lokalen Handel und die lokale Produktion zu unterstützen.
Mit dem was du isst, hinterlässt du Spuren am Planeten!
Es gibt unendlich viele Möglichkeiten vorzügliche Speisen mit Kürbis zuzubereiten: ein Risotto, eine Suppe, ein Salat, als Chips, ein Kuchen…
Kürbis kann aber auch einfach in Stücke geschnitten werden und mit Olivenöl und deinen Lieblingsgewürzen (zB. Paprik, Curry, Knoblauch …) mariniert werden. Anschließend mindestens 25- 30 Minuten im Backrohr bei 200 Grad Celsius erhitzen. So schmeckt er richtig gut und man kann die Qualitäten in Sachen Ernährung genießen!
Gemüse: Broccoli, Chinakohl, Eisbergsalat, Endiviensalat, Erdäpfel, Fenchel, Bohnen, Fisolen, Erbsen, Häuptelsalat, Karfiol, Karotten, Knoblauch, Kohl, Kohlrabi, Kohlsprossen, Kraut, Kürbis, Lollo Rosa Salat, Mangold, Pilze, Melanzani, Paprika, Paradeiser, Pastinaken, Porree, Radicchio, Radieschen, Rettich, Rote Rüben, Rucola, Sellerie, Spinat, Stangensellerie, Vogerlsalat, Zucchini, Zuckermais, Zwiebel
Obst: Äpfel, Birnen, Brombeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Holunder, Pfirsiche, Preiselbeeren, Weintrauben, Zwetschken
Für die meisten von uns Menschen wäre es undenkbar die Speisen ohne Gewürzen oder Kräuter zuzubereiten und zu essen. Oregano, Paprika, Curry, Chili, Zimt und Vanille sind nur einige von der Vielzahl an Gewürzen die auf dieser Welt verwendet werden. Sie sorgen für den manchmal kleinen, manchmal großen Unterschied zwischen verschiedenen Speisen und sogar auch zwischen den verschiedenen Kulturen. Koriander und Zwiebel, beispielsweise sind aus der lateinamerikanischen Küche nicht wegzudenken. Knoblauch, Basilikum und Oregano sind für die mediterrane Küche unentbehrlich. Curry, Ingwer und Kardamon definieren die Geschmäcker der asiatischen Küchen. Kannst du dir eine indische Speise ohne Curry vorstellen, eine Pizza ohne Oregano, ein Gulasch ohne Paprika, ein Gazpacho oder ein Sauerkraut ohne Kümmel oder eine Paella mit Meeresfrüchten ohne Safran?
Kräuter und Gewürze werden aus den verschiedenen Teilen von Pflanzen gewonnen. Sie werden verwendet um den Speisen zusätzliche Aromen und Geschmack zu verleihen. Das Würzen von Speisen wahr wahrscheinlich ein zufälliger Prozess, bei dem Jäger und Sammler beispielsweise Fleisch mit bestimmten Blättern, Rinden oder Hölzern umwickelt haben oder mit Beeren eingerieben um die Haltbarkeit zu verlängern. Dabei stellten sie wohl fest, dass sie solchermaßen auch den Geschmack der Speisen verbessern konnten.
Gewürze wurden schon im Altertum aus der Erfahrung heraus angewandt, dass verschiedene Kräuter und Gewürze die Fähigkeit hatten Nahrungsmittel haltbarer zu machen. Heute wissen wir, dass beispielsweise die Oxidation von Lipiden verzögert wird und somit das ranzig werden herausgezögert wird, außerdem trägt auch die antibakterielle Wirkung zu einer längeren Haltbarkeit bei.
Schon im Agypten des Altertums wurden bestimmten Gewürzen und Kräutern medizinische Wirkung nachgesagt. In Rom wurden ebenfalls unzählige Gewürze zum würzen der Speisen verwendet die auch heute noch zur mediterranen Küche zählen, zum Beispiel Oregano, Dille oder Majoran. Ihnen wurden auch medizinische und auch aphrodisische Eingenschaften zugeschrieben.
Wir müssen uns der Wichtigkeit von Gewürzen für die Entwicklung der Küche bewusst sein. Die Suche nach Gewürzen hat Chistoph Kolumbus nach Amerika verschlagen. Er wollte einen alternativen Seeweg nach Asien finden um, wie Marco Polo es früher gemacht hat, eine neue Handelsroute zu etablieren auf der Gewürze von Asien nach Europa transportiert werden könnten.
Im Mittelalter war es ein Zeichen von hohem Status, beim zubereiten der Gerichte viele und exotische Gewürze zu verwenden. Gewürze wurden manchmal sogar als Zahlungsmittel verwendet.
In Studien konnten positive Einflüsse von Kräutern und Gewürzen auf die Gesundheit gezeigt werden, hervorgerufen durch enthaltene bioaktive Substanzen. Das sind Stoffe die in kleinen Mengen in Pflanzen oder Nahrungsmitteln vorkommen, wie zum Beispiel Organoschwefelverbindungen, Saponine, Phenole oder Polysaccharide und therapeutische Eigenschaften besitzen beispielsweise antioxidativ, antiinflammatorisch, antidiabetisch, antihypertensiv, antimikrobiobisch. In letzter Zeit wird auch der Einfluss von Gewürzen auf die Verdauungsgesundheit erforscht (prebiotisches Potential).
Beispielsweise wurde Knoblauch in Studien mit antioxidativen, antiinflammatorischen, antibakteriellen, antimykotischen, immunomodulierenden, cardiovaskulären, antikarzinogenen, hepatoprotektiven, das Verdauungssystem schützend, antidiabetischen und auch neuroprotektiven Eigenschaften in Verbindung gebracht.
Ingwer wurde in Studien mit Blutzuckerspiegel senkenden und mit antiinflammatorischen und außerdem mit antioxidativen und antimikrobiellen Eigenschaften in Verbindung gebracht.
Kurkuma wurde in den letzten Jahren viel studiert, vor allem wegen der antioxidativen und antiinflammatorischen Eigenschaften. Teilweise wird sogar vorgeschlagen Kurkuma bei Autoimmunerkrankungen und rheumatischen Erkrankungen unterstützend oder auch bei Krebserkrankungen einzusetzen.
Für Zimt konnte sowohl in in-vitro als auch in in-vivo Studien an Tieren diverse Eigenschaften gezeigt werden: Reduktion von Blutzucker, Cholesterinspiegel, Blutdruck. Das legt nahe, dass Zimt einen guten Einfluss auf das Herz-Kreislaufsystem hat. Abgesehen davon finden sich für Zimt die üblichen Eigenschaften: antiinflammatorisch, antimikrobiell, antiparasitär, antioxidativ und freie Radikale reduzierend.
Es konnte auch gezeigt werden, dass Oregano, Salbei, Rosmarin, Pfefferminze, Basilikum und Thymian Aufgrund der hohen Menge an Phenolen antioxidativ wirken. Nelken wiederum wirkten unterstützend bei der Anwendung von Antibiotika auf orale Bakterien.
Kräuter und Gewürze beinhalten generell viele bioaktive Substanzen. Studien weisen darauf hin, dass diese in größerem Umfang erforscht werden sollten um die Mengen an Kräutern und Gewürzen die von der Bevölkerung konsumiert werden sollten besser abschätzen zu können.
Die vielfältigen positiven Auswirkungen von Kräutern und Gewürzen auf die Gesundheit können sich vor allem dann entfalten, wenn der gesamte Lebensstil auf Gesundheit ausgerichtet ist: gesund Essen, ausreichend Bewegung. Sie komplementieren das gesunde Essen mit einer interessanten sensorischen Wahrnehmung und tragen so zum Erfolg von vielen Rezepten bei. Es können durch die Verwendung von Kräutern und Gewürzen oft auch andere, nicht so vorteilhafte Zutaten reduziert oder gar weggelassen werden wie beispielsweise gesättigte Fettsäuren, Salz oder auch Zucker. Das ermöglicht in weiterer Folge die Zubereitung von gesünderen Speisen die obendrein ausgezeichnet schmecken.
Kräuter und Gewürze helfen dir dein Essen mit Gesundheit zu würzen!